Spielzeit 2011/2012
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Patrick Anderthalb PDF Drucken E-Mail

Zwei Männer wünschen sich ein Kind – und es kommt: Patrick, 15, vorbestraft!

Eine heiter und mutig gegen den Strich gebürstete Familienkomödie aus Schweden

von Michael Druker - aus dem Schwedischen von Dirk H. Fröse

Gunnar und Sven leben in einer eingetragenen Partnerschaft und wünschen sich schon lange, ein Kind zu adoptieren. Endlich haben sie von den schwedischen Behörden eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Die Vorfreude ist groß, der Kinderwagen gekauft, die Windeln liegen bereit und jeden Augenblick erwarten sie die Ankunft von Patrick, 1½ Jahre alt. Doch durch ein Versehen beim Sozialamt steht der vorbestrafte Patrick, 15 Jahre alt, in der Tür. Zudem ist Gründonnerstag und die Behörde über die Feiertage geschlossen. Was für eine gelungene Osterüberraschung! Nun müssen sich die drei trotz aller aufeinanderprallenden Vorurteile irgendwie miteinander arrangieren…

Patrick: "Du bist der Letzte auf diesem Planeten, den ich zum Vater haben möchte!"

Sven: "Wer weiß, vielleicht wäre ich ein guter Vater."

In "Patrick Anderthalb" treffen zwei Lebenswelten aufeinander, die beide außerhalb der gesellschaftlichen Normen stehen: Auf der einen Seite das schwule Paar mit Kinderwunsch, auf der anderen Seite der vorbestrafte Jugendliche, mit dem keiner etwas zu tun haben will. Der Behördenfehler wird zum Auslöser nicht nur für komische Situationen und Verwicklungen sondern auch für wichtige Veränderungen im Leben aller drei.

Das Stück ist eine spielerische Einladung, der Frage nach männlicher Identität, überlieferten Rollenmodellen und  den Ursachen von Homophobie und Vorurteilen nachzugehen. Gemeinsam mit den Figuren können sich die Zuschauer auch auf die Suche nach neuen Männer- und Väter-Bildern sowie Familienentwürfen jenseits der etablierten Normen begeben.

Dass dies nicht nur von Verunsicherung und Frust gekennzeichnet sein muss, sondern auch heiter und phantasievoll sein kann, das stellt "Patrick Anderthalb" unterhaltsam und eindrücklich unter Beweis.

Mit: Johannes Brinkmann, Michael Steinhorst und Richard Wilke

Regie: Stephan Rumphorst

Dauer: 80 Minuten, keine Pause

Pressestimmen:

"Ein schwules Pärchen adoptiert einen jugendlichen Vorbestraften: mit der ungewöhnlichen Komödie 'Patrick Anderthalb' hat die Studio-Bühne einen echten Hit gelandet." (NRZ)
 

"Fast Sitcommäßig gewährt die Komödie 'Patrick Anderthalb', die jetzt ihre Premiere in der Studio-Bühne feierte einen Einblick in das Alltagsleben eines homosexuellen Paares. Sven und Gunnar wollen einen anderthalbjährigen Jungen adoptieren. Durch einen Behördenfehler steht jedoch ein 15-Jähriger vor der Tür: Patrick ist wegen Totschlags vorbestraft und zudem Schwulenhasser.

Da der schwedische Michael Druker daraus eine Komödie gestrickt hat, nähert sich das Trio bald an — allerdings nicht reibungslos: Auch wenn der Junge im späteren Verlauf friedlich durch das Hochzeitsalbum seiner vermeintlichen Adoptivväter blättert, genügt eine unbedachte Berührung von Gunnar, um Patricks homophobe Aggressionen zu wecken. Auch andere Probleme, wie Svens Alkoholsucht, werden immer wieder angerissen. Bevor aber eine Szene droht, zu psychologisieren lockert ein unvermuteter Witz das Geschehen auf.

Anders als in diesem Genre oft üblich, gibt Regisseur Stephan Rumphorst seine Charaktere jedoch nicht der Lächerlichkeit preis. Dies gelingt ihm auch Dank Johannes Brinkmann und Michael Steinhorst, die das Paar liebenswürdig verkörpern. Herausragendes leistet allerdings der erst 17-Jährige Richard Wilke: Er schafft es, seinen Patrick zwischen innerlich brodelnder Aggressivität, Verschlossenheit und zögerlich aufkeimender Lebensfreude perfekt auszupendeln." (WAZ)

 

"Aktuell, amüsant, nuancenreich, überzeugend - Ein erfrischender Abend." (theater pur)

 

"Das schwedische 3-Mann-Stück, eine ernsthafte Komödie, ist spätestens durch die Verfilmung 'Patrik 1,5' international bekannt. Nun führt die kleine, aber engagierte Studio-Bühne Essen das Stück auf. Stephan Rumphorsts Inszenierung ist witzig und absichtlich nicht schrill." (box)


"Patrick Anderthalb" aus der Feder des schwedischen Autors Michael Druker ist anders, als so manche Komödie, aber trotzdem ein grandioser Spaß, der einen kurzweiligen Theaterabend in Top-Besetzung bietet." (Stadtspiegel)


"Mit 'Patrick Anderthalb' beweist die Studio-Bühne Essen nach dem Schwulenverfolgungsdrama 'BENT' (2008) ein weiteres Mal, dass sie sich an Themen herantraut, die in den großen Schauspielhäusern nicht unbedingt zu sehen sind. Das ist gut, mutig und hoffentlich nicht das letzte Mal." (dbna.de)



Zuschauerstimmen:

"Wir waren schon im März dabei und wollen das gelungene Stück und die engagierten Schauspieler besonders ans Herz legen." Rosa Strippe e.V., Bochum


"Wir, die Schüler und Schülerinnen der Gesamtschule Velbert plus Lehrerinnen möchten uns im Namen aller ganz herzlich bedanken für das tolle Stück. Es hat uns gut gefallen, wurde danach noch lange thematisiert und auch die Nachbesprechung hat großen Anklang gefunden." Claudia Burth


Eine Produktion der Studio-Bühne Essen. Gefördert durch das Kulturbüro Essen und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, in Kooperation mit der Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit und dem Projekt "Schule ohne Homophobie" www.schule-ohne-homophobie.de.

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Premiere: 12. März 2011

Die nächsten Vorstellungen:

Freitag, 27. April 2012, 20:00 Uhr - ausgebucht!
Samstag, 28. April 2012, 20:00 Uhr

Weitere Termine ab Herbst 2012 sind in Planung.

Service: Vorstellungen für Schulen, Gruppen und Organisationen können auf Anfrage gern terminiert und gebucht werden. Sprechen Sie uns einfach an!


Video und Fotogalerie auf
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Zusatzinformationen:

Nach "BENT - Rosa Winkel" von Martin Sherman und "Ich, Michael, Hausfrau und Mutter" von Johannes Brinkmann setzt die Studio-Bühne Essen 2011 mit "Patrick Anderthalb" von Michael Druker erneut ein brisantes Thema der homo- und heterosexuellen Lebenswirklichkeit in Szene.

Michael Druker, geboren 1957, hat bisher 15 Stücke geschrieben, die in seinen eigenen Inszenierungen unter anderem am Königlichen Dramaten Theater und am Stadttheater Stockholm uraufgeführt und auch für das schwedische Fernsehen aufgezeichnet wurden. "Patrick Anderthalb" ist sein bislang erfolgreichstes Stück und wurde seit seiner Uraufführung 1994 von zahlreichen skandinavischen Theatern nachgespielt.

"Patrick Anderthalb" in der Studio-Bühne Essen ist die dritte deutsche Inszenierung der Komödie, nach der deutschen Erstaufführung im Thalia Theater Halle in 2007, gefolgt vom Leipziger Theater der Jungen Welt in 2009.

"Patrik 1,5", die schwedische Filmadaption des Stückes, war 2008 der zweiterfolgreichste Film in Schweden und wurde bereits nach USA, Spanien, Dänemark, Norwegen und Finnland verkauft. Im Oktober 2010 kam "Patrik 1,5" im Original mit Untertiteln schließlich auch in die deutschen Kinos.


Presse- Downloads: 

Pressefoto 3 "Patrick Anderthalb" (JPG, 2,2 MB)