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NEBENSACHE

Eine Geschichte über Obdachlosigkeit. Eine Geschichte, die alltäglich vorkommt. Für alle ab 6 Jahre.

Von Jakob Mendel und Gitte Kath

50 Minuten

Gastspiel AGORA – Das Theater der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Cornelius schläft jede Nacht an einem anderen Ort. Er ist auf der Durchreise. Er ist immer auf der Durchreise. Er streicht durch die Lande, denn er hat kein Zuhause aus Stein oder Holz oder Beton oder Eis. Sein Zuhause sind das Unterwegssein und die Menschen, denen er begegnet. Er besitzt nichts, außer einem abgebrannten Kinderwagen. Das war nicht immer so. Jetzt bewahrt er in dem Kinderwagen seine wenigen Habseligkeiten und eine Geschichte auf. Diese Geschichte erzählt er allen, die sie hören wollen. Es ist eine Geschichte über Glück und darüber, was man braucht, um glücklich zu sein. Über Besitz und Verlust. Über Schulden und Schuld. Über Bauern und Banken. Über Ausweglosigkeit und den Mut zum Neuanfang. Wenn er die Geschichte erzählt hat, macht er sich wieder auf den Weg. Morgen wacht Cornelius in einem anderen Raum auf. Vielleicht ist es ein Theater.

AGORA macht grenz- und sprachübergreifendes Theater, das alle angeht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Durch seine außergewöhnliche geografische Lage – im Dreiländereck Belgien, Deutschland und Luxemburg – entwickelte sich das mehrsprachige Theater zu einer Institution der Grenz-Erfahrung. Es verhandelt die Verbindungen und Differenzen zwischen deutschsprachiger, französischsprachiger und flämischer Kultur, zwischen Identität und Pluralität und zwischen Land und Stadt.

Mit: Roland Schumacher 

Regie: Kurt Pothen 

Bühnenbild: Céline Leuchter

Regieassistenz: Matthias Weiland 

Produktionsassistenz: Line Lerho

Aufführungsrechte: Harlekin Theaterverlag

Pressestimmen

„Kindgerecht erzählt Roland Schumacher alias Cornelius vom AGORA Theater die schicksalhafte Geschichte des Bauern, dem am Ende nur noch ein Kinderwagen und ein paar Habseligkeiten geblieben waren. Die Kinder bezieht er dabei aktiv in sein Schauspiel ein. ‚Nebensache‘ ist der Titel des Stücks und fällt nicht in die übliche Kategorie der ‚Heile-Welt-Geschichten‘ für Kinder. Es erklärt das für junge Zuschauer schwer greifbare Thema Obdachlosigkeit und zeigt, dass manchmal weniger zum Leben und Glücklichsein notwendig ist, als man glaubt.“

Jülicher Zeitung