Gestaltungselement

Drama, Wahnsinn, Kinderlachen – Theater Hautnah

Spielzeit 2019/2020

15.01.20

Trauerfeier für Kerstin Plewa-Brodam am 21.01.2020 um 11 Uhr auf dem Friedhof Kray

Die Trauerfeier für Kerstin Plewa-Brodam ist am Dienstag, 21. Januar um 11 Uhr in der Trauerhalle des städtischen Friedhofes in Essen-Kray, Friedenstraße 18. Anschließend erfolgt die Beisetzung.

Anstelle evtl. zugedachter Blumen und Kränze bittet die Familie im Sinne von Kerstin Plewa-Brodam um eine Spende an die

Studio-Bühne Essen e. V.
IBAN: DE72360100430482221439
BIC: PBNKDEFF bei der Postbank Essen

Die Kondolenzanschrift lautet

Studio-Bühne Essen
Postfach 13 03 42
45293 Essen


14.01.20

Die Studio-Bühne Essen trauert um ihre künstlerische Leiterin Kerstin Plewa-Brodam

Foto: SBE

Die Studio-Bühne Essen trauert um ihre langjährige stellvertretende Vorsitzende und künstlerische Leiterin

Kerstin Plewa-Brodam,

die am 9. Januar 2020 für uns alle unfassbar im Alter von nur 59 Jahren plötzlich und ohne Vorzeichen verstorben ist.

All unsere Gedanken sind derzeit bei ihrer Familie und ihren Angehörigen. Wir sind fassungslos und unendlich traurig. Sie war so voller Liebe, Herzlichkeit, Zuversicht, Pläne und Ideen. Ihr viel zu früher Tod ist uns unbegreiflich und ein unsagbar schwerer Verlust.

Kerstin Plewa-Brodam prägte insbesondere seit der Eröffnung des STUDIOs an der Korumhöhe im April 1990 als Darstellerin, Regisseurin, Projektkoordinatorin, stellvertretende Vorsitzende und künstlerische Leiterin das unverwechselbare Profil der Studio-Bühne Essen. Stets mutig, visionär und hochambitioniert, formte sie das Theater und sein Ensemble mit wachsenden schauspielerischen Herausforderungen und theaterpädagogischen Projekten, vielbeachteten Gastspielen in mehr als 10 Ländern der Welt, vier bis sechs Premieren sowie rund 150 Vorstellungen pro Spielzeit mit Auslastungen regelmäßig über 90 Prozent. Die Studio-Bühne Essen entwickelte sich unter ihrer künstlerischen Leitung Dank ihres professionellen handwerklichen Könnens, ihres unerschöpflichen künstlerischen Ideenreichtums und ihres großen organisatorischen Geschicks zu einer wichtigen, nicht mehr wegzudenkenden Kulturinstitution in der Essener Theaterlandschaft, im deutschen Amateurtheater und weit darüber hinaus.

Ihre herzliche, leidenschaftliche und motivierende künstlerische Arbeit für und mit Menschen aller Generationen, ihre kontinuierliche Förderung des hauseigenen Bühnennachwuchses, ihr besonderes Engagement für die kulturelle Teilhabe von Kindern aus sozialen Brennpunkten mit dem von ihr aufgebauten Grundschulnetzwerk in unserem Stadtbezirk VII, ihr unaufhörliches ehrenamtliches Wirken in bezirklichen Bürgerschaften sowie in zahlreichen kulturellen Kontexten und Strukturen der Essener Stadtgesellschaft, insbesondere als Impulsgeberin und Motor in der Freien Szene Essen, als langjähriges Mitglied im Kulturbeirat der Stadt Essen sowie auch als langjährige Vorsitzende des Stadtverbandes Essener Kinder- und Jugendverbände (SEJ), ihr stetiger neugieriger und wissbegieriger Blick über den Tellerrand hinaus in die in- und ausländische Theaterszene, eng verknüpft mit regelmäßigen Begegnungen im Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), ihre Aufgeschlossenheit für sich neu entwickelnde Impulse und Herausforderungen in künstlerischen Auseinandersetzungen, ihre Aufnahme und Pflege lokaler, regionaler, nationaler wie internationaler Kontakte und Beziehungen, ihre Herzenswärme, ihr gewinnender Charme, ihre Verlässlichkeit, ihre Ausdauer und Verbindlichkeit sowie ihr selbstloser Einsatz für ihre Ideale eines Theaters und einer Kultur für Alle – all dies begründet ihre herausragenden Persönlichkeit und ihr außerordentliches Wirken. Beides werden wir schmerzlich vermissen.

Kerstin Plewa-Brodam wurde 1960 in Essen-Holsterhausen geboren. Bereits mit fünf Jahren stand sie 1965 zum ersten Mal als ‚Hahn‘ im Märchen „Frau Holle“ beim damaligen „Theater der Jugend“, der Vorgängereinrichtung der Studio-Bühne Essen, im Rampenlicht. Seither folgten ungezählte Rollen in zahllosen Produktionen. Beispielhaft seien für die Zeit ab 1990, der Eröffnung des STUDIOs an der Korumhöhe, genannt ‚Frau Alving‘ in „Gespenster“ von Henrik Ibsen, die ‚Mutter‘ in „Equus“ von Peter Shaffer, der ‚Kümmel‘ in „Kikerikiste“ von Paul Maar, die Titelrolle in „Mutters Courage“ von George Tabori, die Titelrolle in „Die Wirtin“ von Peter Turrini, die ‚Linda‘ in „Spiel’s nochmal, Sam“ von Woody Allen, die ‚Doktorin‘ in „Woyzeck“ von Georg Büchner, die ‚Frau‘ in „Noah und der große Regen“ von Franziska Steiof, die Titelrolle in „Mutter Furie“ nach Guy de Maupassant, die ‚Charlotte‘ in „Die Kartoffelsuppe“ von Marcel Cremer & Helga Schaus und zuletzt die ‚Antonia‘ in „Offene Zweierbeziehung“ von Dario Fo & Franca Rame. Für ihr herausragendes Schauspiel wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt als „Outstanding Actress“ beim WorldFest 2014 der American Association of Community Theatre (AACT) in Venice, Florida/USA für ihre Darstellung in „Noah und der große Regen“ von Franziska Steiof, dem Gastspielbeitrag der Studio-Bühne Essen.

Zur ihrer unbändigen schauspielerischen Leidenschaft gesellte sich bei Kerstin Plewa-Brodam auch der unbedingte Schaffensdrang, als Regisseurin mit hohem Anspruch gleichermaßen dramatisches und unterhaltsames Theater in Szene zu setzen. Allein seit der Eröffnung des STUDIOs an der Korumhöhe 1990 inszenierte sie 26 Theaterproduktionen aller Genres, darunter „Audienz“ und „Vernissage“ von Vaclav Havel zur Eröffnung des Hauses, „Kobald und Karmesina“ von Angelika Bartram, „Loriots Dramatische Werke“ von Vicco von Bühlow, „Butterbrot“ von Gabriel Barylli, „Wirklich schade um Fred“ von James Saunders, „Eifersucht“ von Esther Vilar, „Von Mäusen und Menschen“ nach John Steinbeck, „Anne Frank Tagebuch“, eine Eigenbearbeitung, die 2013 als Preisträger der „amarena Innovationsförderung 2013“ des BDAT, Bund Deutscher Amateurtheater, ausgezeichnet wurde, „Die Gerechten“ von Albert Camus und „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie. Mit ihrer jüngsten Regiearbeit „Einer flog über das Kuckucksnest“ von Dale Wasserman nach dem Bestseller-Roman von Ken Kesey feierte sie im Oktober 2019 umjubelte und von Publikum wie Presse gleichermaßen hochgelobte Premiere im wiedereröffneten STUDIO.

Darüber hinaus organisierte, koordinierte und pflegte Kerstin Plewa-Brodam für die Studio-Bühne Essen zahlreiche lokale, regionale, nationale und internationale Spielbegegnungen, Austauschmaßnahmen und Gastspiele. Dazu gehörte in mehr als 30 Jahren die regelmäßige Teilnahme an renommierten nationalen Amateurtheatertagen wie etwa in Berlin, Paderborn, Hanau, Göppingen, Lörrach, Neuruppin, Großenhain, Korbach, Rudolstadt, Rendsburg, Aichtal, Schwedt oder Lingen sowie zahlreiche Gastspiele und Aktionen im internationalen kulturellen Dialog. Stellvertretend sei besonders hervorgehoben die seit rund 25 Jahren gepflegte Freundschaft mit dem Städtischen Kinder- und Jugendtheater VERA in Essens Partnerstadt Nishnij Nowgorod in Russland, die mit vielbeachteten bilateralen Kulturprojekten und herzlichen, völkerverbindenden Begegnungen die Partnerschaft beider Städte kontinuierlich bereichert. Für ihren großen Beitrag bei der Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Nischni Nowgorod und Essen wurde Kerstin Plewa-Brodam 2016 durch die Stadt Nischni Nowgorod besonders ausgezeichnet.

Eines ihrer besonderen Herzensprojekte war die Auftragsproduktion des Kinder- und Familienbüros der Stadt Essen „Das Herz von Essen“, ein Theaterstück über die Geschichte(n) unserer Stadt von Sarah Jäger, das 2010 im STUDIO Premiere feierte, rund 80 Aufführungen mit knapp 3.800 Zuschauern erreichte und dessen letzte Schul- und Publikumsvorstellungen im zehnten Aufführungsjahr sie noch für Ende Januar und Anfang Februar 2020 organisieren konnte.

Gleichfalls machte sich Kerstin Plewa-Brodam kontinuierlich planend und koordinierend besonders für „Cool bleiben – Fair streiten“ stark, einem interaktiven Theaterangebot zur Förderung prosozialen Verhaltens in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen, mit dem die Theaterpädagogen der Studio-Bühne Essen seit 2013 in Einrichtungen im Stadtbezirk VII und darüber hinaus mit Kindern und Jugendlichen Verhaltensregeln zum fairen und respektvollen Umgang sowie Strategien zur gewaltfreien Lösung von Konflikten erarbeiten und erproben.

Ebenfalls bedeutsam waren das im Programm der Kulturhauptstadt RUHR.2010 unter der Federführung von Kerstin Plewa-Brodam durch die Studio-Bühne Essen mitorganisierte und präsentierte TWINS-Projekt „PIANO-Fortissimo“ mit Gastauftritten des Gehörlosentheaters „PIANO“ aus Nischnij Nowgorod sowie das TWINS-Projekt „Schluchten voller Schnee“, ein von der Studio-Bühne Essen theaterpädagogisch geleitetes internationales Schultheaterprojekt von und mit Schülerinnen und Schülern des Mädchengymnasiums Essen-Borbeck und der Schule Nr. 1 aus Nischnij Nowgorod, das anhand von authentischen Feldpostbriefen das Schicksal deutscher und russischer Soldaten in Stalingrad von 1942 eindrucksvoll miteinander verknüpfte. Wenige Jahre zuvor koordinierte sie bereits das Internationale Jugend-Theater-Treffen PlayOff ’06, das die Studio-Bühne Essen in Kooperation mit dem Theater Consol in Gelsenkirchen, dem Theater im Depot in Dortmund und den Flottmannhallen in Herne zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland organisiert und durchgeführt hat. 200 Teilnehmende aus 16 Nationen gastierten dabei auf der Zeche Zollverein.

Besonders in den letzten Jahren hat Kerstin Plewa-Brodam sich verstärkt für die immer wichtiger werdende Verzahnung von Akteuren und Strukturen der Profi- und Amateurtheater engagiert. Daraus sind richtungsweisende Kooperationen u.a. mit der Theater und Philharmonie Essen (TUP) im Rahmen der städtischen Jahresthemen der Kultur in Essen entstanden, so z.B. 2017 „Auftrag Abwicklung Sonnenaufgang“, ein Musik-Theater-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Aalto-Musiktheater.

Kerstin Plewa-Brodam kämpfte in den vergangenen Jahren vordringlich für Standortsicherung und Sanierung der lange renovierungsbedürftigen städtischen Immobilie an der Korumhöhe, die die Studio-Bühne Essen seit Ende der 1980er Jahre für ihr Theater nutzen kann und mit viel Eigenleistung nutzbar gemacht hat. Der Rat der Stadt Essen würdigte den Wert der kulturellen Einrichtung und Arbeit im September 2017 durch den Beschluss zur Generalsanierung der Immobilie. Anfang 2019 konnte Kerstin Plewa-Brodam zur feierlichen Wiedereröffnung des Theaters zahlreiche Repräsentanten aus Kultur, Politik und Verwaltung sowie der Freien Szene und dem künstlerischen und pädagogischen Netzwerk der Studio-Bühne Essen begrüßen – nachdem erst wenige Tage zuvor ihr Vater Siegfried Plewa verstorben war, der das Fundament der Studio-Bühne Essen seit der ersten Spielschargründung 1951 maßgeblich gelegt und geprägt hat. Sie war spürbar stolz auf das erzielte Ergebnis in der jetzt fast runderneuerten Studio-Bühne Essen, die dank ihrer intensiven Mitwirkung bei der Planung und Umsetzung der Generalsanierung ihren besonderen Charme beibehalten hat. Umso schmerzlicher ist es, dass sie die Früchte ihres rastlosen Einsatzes und ihrer vielen ehrenamtlich eingesetzten Stunden nur wenige Monate genießen konnte.

In diesem Jahr hätte Kerstin Plewa-Brodam ihr 55-jähriges Bühnenjubiläum, „30 Jahre STUDIO an der Korumhöhe“ und das 10-jährige Jubiläum der wesentlich von ihr mitorganisierten „Theaterhäppchen“, der Saisoneröffnung der Freien Szene im Schauspiel Essen, feiern können – in unseren Gedanken wird sie immer mitten unter uns sein.

Wir werden Kerstin Plewa-Brodam schmerzlich vermissen – als herzlicher Mittelpunkt unserer großen Theaterfamilie, als vielfache Freundin, als Schauspielerin, als Regisseurin, als künstlerische Leiterin, als charmante und geschätzte Gastgeberin und Repräsentantin unseres Hauses, als Koordinatorin, als Multiplikatorin und Botschafterin unseres Theaters, das ihr von Kindheit an die Welt bedeutete. Unser innigstes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Angehörigen und allen, die ihr nahe standen.

In tiefer Trauer und großer Dankbarkeit verneigen wir uns vor Kerstin Plewa-Brodam und ihrem Lebenswerk.

Chapeau und Adieu, liebe Kerstin!

Der Spielbetrieb der Studio-Bühne Essen ruht bis einschl. 18. Januar.

Die Trauerfeier für Kerstin Plewa-Brodam ist am Dienstag, 21. Januar um 11 Uhr in der Trauerhalle des städtischen Friedhofes in Essen-Kray, Friedenstraße 18. Anschließend erfolgt die Beisetzung.

Anstelle evtl. zugedachter Blumen und Kränze bittet die Familie im Sinne von Kerstin Plewa-Brodam um eine Spende an die

Studio-Bühne Essen e. V.
IBAN: DE72360100430482221439
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Die Kondolenzanschrift lautet

Studio-Bühne Essen
Postfach 13 03 42
45293 Essen


12.01.20

„Einer flog über das Kuckucksnest“ fällt am 12./15./17./ und 18.01. aufgrund eines Trauerfalls im Ensemble leider aus

Die Vorstellungen „Einer flog über das Kuckucksnest“ am 12.01., 15.01., 17.01. und 18.01. fallen aufgrund eines Trauerfalls im Ensemble leider aus. Bereits erworbene Karten können storniert oder für eine andere Produktion im Spielplan verwendet werden (Kartenverfügbarkeit vorbehalten). Für Stornierungen oder Umbuchungen kontaktieren Sie uns bitte unter 0201 / 55 15 05 oder info@studio-buehne-essen.de. Vielen Dank für Ihr Verständnis.


18.12.19

„Cool bleiben – Fair streiten“ erreicht in 2019 rund 1.530 Kinder und Jugendliche

Foto: Peter Herzogenrath

2019 haben unsere Theaterpädagogen Katharina Böhrke und Thorsten Simon mit „Cool bleiben – Fair streiten“, unserem mobilen und interaktiven Theaterangebot zur Förderung prosozialen Verhaltens in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen, insgesamt rund 1.530 Kinder und Jugendliche erreicht.

Darunter waren 27 Kita-Gruppen in unserem Stadtbezirk VII, 24 Grundschulklassen, die Erich Kästner-Gesamtschule, die Sternschule und die Freie Waldorfschule sowie 11 Klassen weiterführender Schulen in Essen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wurden dabei einheitliche Verhaltensregeln zum fairen und respektvollen Umgang miteinander erarbeitet sowie Strategien zur gewaltfreien Lösung von Konflikten erprobt.

Cool bleiben – Fair streiten bieten wir seit 2013 im Kontext von „Bildung und Vermittlung“ im Stadtbezirk VII und darüber hinaus an.


12.11.19

‚Cosmas und Damian‘ beim 40. Geburtstag des Essener Rathauses dabei

Am Samstag wurden 40 Jahre Rathaus der Stadt Essen gefeiert. Den ganzen Tag gab es ein spannendes Programm und viel Interessantes über das Essener Rathaus zu erfahren. Die Essener Stadtpatrone ‚Cosmas und Damian‘ – sonst in Das Herz von Essen auf unserer Bühne zu erleben – waren auch dabei.

Foto: SBE

Auch für die WAZ waren die ‚Stadtpatrone aus Fleisch und Blut‘ ein echter Hingucker: „Ein paar Meter weiter begrüßen Cosmas und Damian die Gäste. ‚Ehrensache‘, sagt Cosmas, dass man beim 40. Geburtstag dabei sei. Die beiden frühchristlichen Zwillingsbrüder und Stadtpatrone gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Als Steinfiguren sind sie neben dem Eingangsportal angebracht, heute schreiten die Heiligen würdevoll durch die Rathausgänge. Hinter den Masken stecken Brian Gonska und Konstantin Plewa von der Studio-Bühne in Kray. Zusammen sind beide gerade ein Jahr älter als das ‚Geburtstagkind‘.“

Foto: SBE

03.11.19

Jugendliche aus Nischni Nowgorod zu Gast in der Studio-Bühne Essen

Foto: SBE

9 Jugendliche und junge Erwachsene der ökologischen Organisation „Grünes Segel“ (Зелёный Парус) aus Essens Partnerstadt Nischni Nowgorod sind derzeit unter der Federführung unseres Stadtverbandes Essener Kinder- und Jugendverbände zu Gast in Essen. Die Begegnung junger Menschen beider Städte ist dabei ein großes Anliegen. Heute Vormittag konnten wir die Gruppe, ihre Begleiter und einen Übersetzer der AWO auf einen Besuch bei Kaffee, Tee und Gebäck auch bei uns begrüßen und dabei viel über ihr Engagement für die Umwelt und vor allem die Gewässer in Nischni Nowgorod erfahren. Im Gegenzug haben wir gern unser besonderes Theaterangebot mit und für Kinder und Jugendliche sowie unsere langjährige Freundschaft mit dem Städtischen Kinder- und Jugendtheater VERA in Nischni Nowgorod vorgestellt. Bei einer Führung durch unser Haus begeisterten sich die russischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen schnell für die aufwendigen Kostüme und Bühnenbauten unserer Familienproduktion Peter Pan. Für das Gruppenfoto schlüpfte eine junge Studentin gleich in das Kostüm der ‘Meerjungfrau’. Anschließend gab es noch reichlich Gelegenheit zum Austausch mit einigen unserer jungen Bühnenstürmer, bevor es dann für die Reisegruppe weiter zum nächsten Programmpunkt ging. Wir danken herzlich für den Besuch bei uns – Спасибо за визит!


31.10.19

Jahreshauptversammlung: Vorstand der Studio-Bühne Essen einstimmig bestätigt

Foto: SBE

Auf der Jahreshauptversammlung im neu gestalteten Wohnzimmer-Café haben unsere Mitglieder gestern Abend den Vorstand der Studio-Bühne Essen einstimmig im Amt bestätigt. In den kommenden zwei Jahren führen unseren Verein (v.l.) Stefanie Beckmann (Beisitzerin), Astrid Plewa (Schatzmeisterin), Michael Steinhorst (Vorsitzender), Kerstin Plewa-Brodam (Stellv. Vorsitzende) und Frauke Souren (Beisitzerin), die Sandra Mader nach 10 Jahren in diesem Amt nachfolgt.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte Michael Steinhorst den für alle sichtbaren und erlebbaren Erfolg der Generalsanierung durch die Stadt Essen, die ausgesprochene Generationenvielfalt im Ensemble, die programmatische Vielfalt von der eigenen Nachwuchsförderung über einen attraktiven und abwechslungsreichen Spielplan bis hin zu theaterpädagogischen Angeboten für Kitas und Schulen sowie Projekten mit nationalen und internationalen Partnern in den Mittelpunkt: “Diese Vielfalt macht uns aus und wird uns Dank der engagierten ehrenamtlichen Mitwirkung unserer rund 100 Mitglieder über die erfreulich angelaufene 30. Spielzeit an der Korumhöhe hinaus in die Zukunft tragen.”

Dafür wünschen wir unserem neuen Vorstand mit einem kräftigen toi, toi toi viel Glück und Erfolg!


06.10.19

„Packend, emotional, mitreißend!“ – WAZ-Kritik zu Premiere „Einer flog über das Kuckucksnest“

Gerade ist Pause während der zweiten Vorstellung unserer ersten Spielzeitpremiere Einer flog über das Kuckucksnest, da dürfen wir bereits in der Online-Ausgabe der WAZ die Besprechung der gestrigen Premiere lesen. Marvin Droste schreibt u.a.:

“Mit ‘Einer flog über das Kuckucksnest’ ist der Studio-Bühne in Kray ein Meisterwerk gelungen. Ein spielfreudiges Ensemble sorgt für Gänsehaut. Bühnenadaptationen bekannter Filme sind oft ein Wagnis – so zeugt es von einigem Mut, dass die Studio-Bühne mit ‘Einer flog über das Kuckucksnest’ einen echten Leinwandklassiker nach Kray holt. Dass Regisseurin Kerstin Plewa-Brodam jedoch gar nicht daran denkt, mit ihrer Inszenierung im Schatten der Vorlage zu stehen, wird dem Premierenpublikum von der ersten Sekunde an klar. Es folgen etwas über zwei Stunden, in denen Theater so ist, wie es sein soll: packend, emotional, mitreißend bis zum Schlussapplaus (…) Immer wieder wird deutlich: Es ist nicht allein das Zugrundegehen an einer menschenunwürdigen Behandlung, sondern auch die erlernte Unfähigkeit, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen, woran die Patienten scheitern. Die eigene Stimme und die eigene Stärke wiederzugewinnen, ist ein Bild, das sich als roter Faden durch den Abend zieht und sich vor allem in der Figur des Bromden (kongenial: Kalle Spies) kristallisiert. Überhaupt verdankt die Inszenierung ihre Intensität vor allem der außergewöhnlichen Leistung des Ensembles. Jede einzelne Figur ist bis zur kleinsten Bewegung mit teilweise beängstigender Perfektion choreographiert, die Akteure haben ihre Rollen offensichtlich förmlich aufgesogen. Es wird gebrüllt, geweint, gelacht, geliebt – bei Plewa-Brodam sind die Emotionen rau, ungefiltert und oftmals in ihrem Ungestüm erst so mitreißend: Die daraus entstehende Lebendigkeit erzeugt immer wieder eine wohlige Gänsehaut. Der minutenlange Schlussapplaus mit stehenden Ovationen ist die verdiente Belohnung für einen Abend, der nachhallt – und in der Essener Theaterlandschaft seinesgleichen suchen dürfte.” (WAZ)


01.10.19

WAZ: Das Männerbild total „verrückt“ – „Einer flog über das Kuckucksnest“ vor der Premiere

Das Lampenfieber steigt: Heute berichtet Dagmar Schwalm in der WAZ über unsere kommende Spielzeitpremiere Einer flog über das Kuckucksnest von Dale Wasserman nach dem Roman von Ken Kesey: „Für Kerstin Plewa-Brodam ist es mehr als ein packendes Stück über Machtmissbrauch, Manipulation und Rebellion. ‚Die Psychiatrie steht für den Zustand unserer Gesellschaft‘, erklärt die 59-Jährige. Sie entdeckte vor dem Hintergrund der ‚Me-too-Debatte‘ die ausgeprägten Geschlechterrollen: ‚Die Männer haben ein gestörtes Verhältnis zu Frauen. Es ergibt sich eine Umkehrung von Macht. Ihr männliches Selbstverständnis ist ,ver-rückt‘‘, erklärt Kerstin Plewa-Brodam (…) Beklemmende Momente wechseln sich mit der Leichtigkeit zum Durchatmen ab. „Es sollen zweieinhalb Stunden gute Unterhaltung werden.'“ Den ganzen Bericht gibt es auch online unter www.waz.de. Die Premiere am Samstag und die Folgevorstellung am Sonntag sind bereits komplett ausverkauft. Weitere Termine und Karten gibt es hier.

Foto: SBE

29.09.19

Großer Spiele-Nachmittag im Wohnzimmer-Café: Spiel mit! An die Würfel, fertig, los!

Noch vor dem Start der Internationalen Spieltage vom 24. – 27. Oktober 2019 in der Messe Essen steigt am Sonntag, 20. Oktober in unserem beliebten Wohnzimmer-Café unter dem Motto Spiel mit! An die Würfel, fertig, los! das Spielefieber: Bei Kaffee und Kuchen oder kühlen Getränken können von 16 – 19 Uhr die Würfel über die Bretter hüpfen und die Karten gemischt werden. Zur Auswahl stehen bekannte Gesellschaftsspiele aller Art oder vielleicht noch unbekannte Spiele. Gerne können auch eigene Spiele mitgebracht werden. Der Eintritt ist frei. Da die Plätze im Wohnzimmer-Café begrenzt sind, empfehlen wir vorab zu reservieren.

Foto: SBE

Nächste Vorstellungen

So‚ 26. Januar 2020‚ 15:00 Uhr
Ausverkauft
Sa‚ 01. Februar 2020‚ 20:00 Uhr
Premiere
Ausverkauft
So‚ 02. Februar 2020‚ 18:00 Uhr
Fr‚ 07. Februar 2020‚ 20:00 Uhr
Sa‚ 08. Februar 2020‚ 20:00 Uhr